Nach positiver Dopingprobe von Ortiz

Wilder am 4. November nun erneut gegen Stiverne

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Das World Boxing Council hat auf der derzeit stattfindenden Jahresversammlung in Baku den Kubaner Luis Ortiz nach seinem positiven Dopingtest als Gegner von Schwergewichts-Champion Deontay Wilder (38-0, 37 K.o.'s) ausgeschlossen. Neuer Gegner am 4. November in Brooklyn ist Bermane Stiverne (25-2-1, 21 K.o.'s).

In der Probe Ortiz wurden zwei verbotene Substanzen gefunden, die auf ein ihm verschriebenes Bluthochdruckmedikament zurückzuführen sind. Das Team Ortiz hatte allerdings vergessen, der VADA (Voluntary Anti Doping Agency) dies zu melden. Möglicherweise hätte das WBC sonst anders entschieden.

Aus sportlicher Sicht ist der Kampf gegen Stiverne, der aus unerfindlichen Gründen Pflichtherausforderer ist, weniger interessant. Wilder hat im Januar 2015 Stiverne bereits klar besiegt und sich den WBC-Titel geholt. Stiverne war allerdings der einzige Gegner, der es gegen Wilder über die volle Distanz geschafft hat.

Stiverne hat seither nur einen Kampf bestritten, wo er gegen den Journeyman Derric Rossy am Boden war und nur knapp nach Punkten gewinnen konnte. Stiverne hätte eigentlich im Vorprogramm gegen den Amerikaner Dominic Breazeale boxen sollen, wo er nicht unbedingt Favorit gewesen wäre.

Im Vorprogramm wird der ehemalige Weltergewichts-Champion Shawn Porter gegen Adrian Granados boxen, der ungeschlagene Russe Sergey Lipinets kämpft gegen den Japaner Akihiro Kondo um den vakanten IBF-Titel im Halbweltergewicht, der vormals Terence Crawford gehörte.

Nino Celic