Einstimmiger Punktsieg gegen Hart

Ramirez bleibt WBO-Champion

Gilberto Ramirez   © Top Rank
Gilberto Ramirez© Top Rank


WBO-Supermittelgewichts-Champion Gilberto Ramirez (36-0, 24 K.o.'s) hat seinen Titel in der Nacht auf heute in Tucson (Arizona) mit einem knappen Punktsieg gegen den Amerikaner Jesse Hart (22-1, 18 K.o.'s) verteidigt. Dabei hatte es zunächst nur nach Kurzarbeit ausgesehen.

Der Mexikaner konnte seinen Pflichtherausforderer bereits in der zweiten Runde mit einem rechten Haken schwer zu Boden schicken und beinahe die vorzeitige Entscheidung erzwingen. Hart überstand die kritische Situation nur mit viel Halten und hatte sich auch in der dritten Runde noch nicht vollständig erholt. Die vierte Runde war auch noch sehr einseitig, Hart musste eine Menge einstecken.

In der zweiten Kampfhälfte kam Hart aber immer besser ins Gefecht und konnte immer wieder mit seinem Uppercut punkten. Ramirez konnte in der neunten Runde mit einem seiner vielen Körpertreffer Wirkung erzielen, aber nicht entscheidend nachsetzen. In der elften Runde war schließlich Ramirez nach einer harten Rechten selbst angeschlagen und musste kurz vor Ende einen weiteren harten Treffer einstecken.

In der Schlussrunde landeten beide Boxer spektakuläre Treffer, wobei Ramirez kurz vorm Gong mit einer Linken Wirkung erzielen konnte. Auf den Punktezetteln war es noch einmal recht knapp geworden, der Abraham-Bezwinger Ramirez siegte aber einstimmig mit 115-112, 115-112 und 114-113 Punkten.

Im Vorprogramm hatte Oscar Valdez (23-0, 19 K.o.'s) mit dem Filipino Genesis Servania (29-1, 12 K.o.'s) etwas mehr Mühe als erwartet. Valdez kontrollierte zwar die ersten drei Runden, ließ aber in der vierten die Deckung hängen und kassierte ein Rechte, die ihn zu Boden schickte. Valdez schien den Treffer recht gut weggesteckt zu haben, musste kurz vor Rundenende aber einen weiteren Wirkungstreffer einstecken.

In der fünften Runde kam Valdez aber zurück und landete einen linken Haken, der Servania schwer zu Boden schickte. Servania konnte den Kampf nur mit Mühe wieder aufnehmen, hatte sich in der nächsten Runde aber wieder erstaunlich gut erholt. Der Kampf ging weiter munter hin und her, wobei Valdez öfter traf und punktemäßig davonzog. Das Urteil lautete 116-110, 119-111 und 117-109.

Nino Celic