Schwacher Gegner nach Verletzungspause

Wilder am 25. Februar gegen Wawrzyk

Deontay Wilder   © Sylvana Ambrosanio
Deontay Wilder© Sylvana Ambrosanio


Nach der neuerlichen positiven Dopingprobe von Alexander Povetkin wird WBC-Schwergewichts-Champion Deontay Wilder (37-0, 36 K.o.'s) für seiner erste Pflichtverteidigung noch mehr Zeit bekommen. Am 25. Februar wird der Amerikaner daher eine weitere freiwillige Titelverteidigung bestreiten.

Gegner in Wilders Heimatstadt Birmingham (Alabama) ist der Pole Andrzej Wawrzyk (33-1, 19 K.o.'s). Der beim WBC an #13 gerankte Wawrzyk ist mit Sicherheit der schwächste Gegner, den Wilder in seiner Zeit als Champion vor die Fäuste bekommt und eigentlich eine totale Zeitverschwendung.

Wer Wawrzyks Kampf gegen Alexander Povetkin gesehen hat, wo er ohne einen Hauch einer Chance war und in nur drei Runden brutal ausgeknockt wurde, weiß dass der Pole auch gegen Wilder nicht lange stehen wird. Seit der Niederlage hat Wawrzyk sechs Kämpfe in Folge gewonnen (alle vorzeitig), als Gegner wurden aber Leute wie Francois Botha und Danny Williams ausgegraben.

Der zuletzt verletzte Wilder hat mit der Gegnerwahl noch mehr Glaubwürdigkeit verspielt, die WBC-WM war in letzter Zeit ohnehin nur ein Nebenschauplatz. Möglicherweise wird es im nächsten Jahr zum Rückkampf gegen Bermane Stiverne kommen, der nach dem Ausscheiden von Povetkin nun vermutlich einen neuen Gegner für den Interims-Titel zugeteilt bekommt.

Nino Celic