Nach neuerlicher positiver Dopingprobe

Povetkin schlägt Ersatzgegner Duhaupas in sechs Runden K.o.

   © World of Boxing
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Der russische Schwergewichtler Alexander Povetkin (31-1, 23 K.o.'s) stieg heute trotz einer positiven Dopingprobe in Moskau in den Ring und konnte den sehr kurzfristig eingesprungenen Franzosen Johann Duhaupas (34-4, 21 K.o.'s) in sechs Runden stoppen.

Eigentlich hätte Povetkin gegen den Amerikaner Bermane Stiverne um den WBC-Interims-Titel boxen sollen, es stellte sich jedoch gestern heraus, dass der Russe am 6. Dezember eine positive Dopingprobe abgegeben hatte. Es handelt sich um das zum Muskelaufbau verwendete Mittel Ostarine.

Duhaupas war sichtlich nicht in der besten Verfassung und wirkte langsam und unaustrainiert. Povetkin hatte daher keine Probleme, aus der Halbdistanz mit seinen Haken zu treffen. Duhaupas steckte die Treffer zuerst noch gut weg, in der vierten Runde war der Franzose nach einem linken Haken erstmals angeschlagen und wirkte desorientiert.

Povetkin wusste ab der fünften Runde, dass der K.o. in Reichweite lag und traf variabel gegen den tapferen Franzosen. Am Ende der sechsten Runde schlug Povetkin mit einer Rechten daneben, setzte aber mit einem linken Haken nach. Der kam teilweise durch, Duhaupas versuchte mit hängender Deckung aus der Gefahrenzone zu kommen, kassierte aber einen weiteren eingesprungenen linken Haken und ging schwer K.o.

Duhaupas war einige Zeit bewusstlos, konnte aber später aus eigener Kraft den Ring verlassen. Sportlich wird Povetkin dieser Sieg nicht wirklich weiterbringen. Nach der zweiten positiven Dopingprobe in diesem Jahr wird auf den Russen eine längere Sperre zukommen. Den WM-Kampf gegen Deontay Wilder kann sich Povetkin wohl endgültig abschreiben.

Nino Celic